KMU-Kontenplan

Der Kontenplan bildet alle Einzelkonten in einer Buchhaltung ab. Die Einzelkonten des Kontenplans sind systematisch nummeriert und Gruppen zugeordnet. Damit die Zahlen aus der Buchhaltung möglichst transparent und bedarfsgerecht ausgewertet werden können, muss der Kontenplan den individuellen Anforderungen der Unternehmung genügen. Gleichzeitig sollte er aber auch gewisse Standards einhalten, damit die Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmungen in der Branchen gewährleistet ist.

Zum Kontenplan gehören klare Kontierungsanweisungen, damit Geschäftsvorfälle nach einheitlichen Kriterien verbucht werden. Bei Run my Accounts haben wir dazu eigene Buchungsgrundsätze aufgestellt, um eine präzise Zuordnung im Einzelfall gewährleisten zu können. Ein Beispiel dazu sind unsere Aktivierungsregeln.

Kontenrahmen KMU

Damit die Kontenpläne in der schweizerischen Unternehmungen möglichst einheitlich gestaltet sind, wurden Kontenrahmen entwickelt.

Der in der Schweiz am meisten verbreitete Kontenrahmen ist der Kontenrahmen-KMU von Walter Sterchi, der vom Schweizerischen Gewerbeverband in Auftrag gegeben wurde. Dieser Kontenrahmen ist der Nachfolger des Käfer-Kontenrahmens, der bereits 1947 von Prof. Karl Käfer entworfen wurde. Der Kontenrahmen KMU bildet gemäss unserer Erfahrung bei ca. 90 % der schweizerischen KMU die Grundlage für den eigenen Kontenplan. Der Kontenrahmen von Käfer ist nur noch bei wenigen Unternehmen im Einsatz, insbesondere dann, wenn veraltete Buchhaltungs-Systeme eingesetzt werden.

Der Kontenrahmen KMU ist in folgenden Stufen aufgeteilt: Kontenklasse, Kontenhauptgruppe, Kontengruppe, Kontenuntergruppe, Sammelkonto und Konto. Er ist auf dem Prinzip der Abschlussgliederung aufgebaut.

Die ausführliche Version von Walter Sterchi gibt es als Buch zu kaufen. Darin wird jedes einzelne Konto und dessen Anwendung erklärt.

Die meisten Buchhaltungs-Software Programme stellen den Kontenrahmen bereits in einer Grundvariante zur Auswahl. Run my Accounts implementiert den Kontenplan für Kunden im Rahmen des Setups und passt diesen an die individuellen Bedürfnisse der Kunden an.

Anpassungen im Kontenplan

Aufgrund von Individualisierungen steigt der Erfassungsaufwand stark an und die Produktivität in der Buchführung nimmt ab. Wir bei Run my Accounts sind überzeugt, dass sich der Kontenplan eines KMU stark an den Kontenrahmen KMU anlehnen sollte. Für die Mehrzahl der KMU machen Abweichungen unserer Ansicht nach nur dort Sinn, wo das Geschäftsmodell abgebildet werden muss. Dies ist allenfalls auf der Aktivseite der Bilanz der Fall (Aktivierung von Anlagevermögen), mit Sicherheit jedoch in der Kontenklasse des Ertrages und im Bereich des direkten Aufwandes.

Bei den Erträgen ist es wichtig, dass die Unternehmung auf Stufe der Erfolgsrechnung sinnvolle Auswertungen erstellen kann. Die dazugehörigen direkten Aufwendungen sollten ebenfalls entsprechend gegliedert sein damit der Deckungsbeitrag bzw. der Bruttogewinn ausgewiesen wird bzw. berechnet werden kann.

Wir sehen immer wieder Kontenpläne, die in der Kontenklasse des sonstigen Betriebsaufwandes (Raumaufwand, Versicherungen, Verwaltungs- und Informatikaufwand, …) stark individualisiert und aufgebläht wurden. Wir gehen davon aus, dass die Mehrzahl der KMU mit der exakten Vorgabe des Kontenrahmens perfekt auskommt. Es ist zum Beispiel kaum nötig, mehrere Konten für Telefonie-Aufwände zu führen.

Kontenpläne bei der Führung von Nebenbüchern

Run my Accounts führt eine Buchhaltung mit Nebenbüchern. Dadurch ersteht der zusätzliche Vorteil, dass in der Buchhaltung die Umsätze und Aufwände nach Lieferanten oder Kunden ausgewertet werden können. Auf Kontenplan-Stufe der Erfolgsrechnung muss somit der Umsatz bzw. die Kosten nicht auf Lieferanten und Kunden ausgewiesen werden. Damit entfällt das unnötige aufblähen des Kontenplans zu Auswertungszwecken. Die Informationen können mit einer viel höheren Granularität und Qualität aus den Nebenbüchern bezogen werden.

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