Debitoren und Kreditoren – Grundlagen der Buchhaltung

Debitoren und Kreditoren - Grundlagen der Buchhaltung

Viele angehende Unternehmer oder Selbständige haben die Begriffe Debitoren und Kreditoren schon oft gehört und wissen, die sind der Buchhaltung zuzuweisen. Die beiden Begriffe wurden meist einmal in der Ausbildung, im einen oder anderen Kontext, gestreift. Für all jene welche sich mit der Buchhaltung erst zu befassen beginnen, folgt hier die pragmatische Erklärung der Begriffe Debitoren und Kreditoren. Lassen Sie uns mit der Buchhaltung beginnen!

Der Geldfluss – von wo, nach wo?

Als neues Unternehmen oder als selbständig arbeitende Person stellt sich bereits nach den ersten Wochen und Monaten die Frage:

Wem schulde ich Geld und von wem erwarte ich Geld?

Geld schulde ich meist Lieferanten, also Unternehmen und Personen, welche mir Ware oder eine Dienstleistung verkauft haben. Geld erwarte ich meist von meinen Kunden, welchen ich meine Produkte oder Dienstleistungen verkauft habe. Darin ist auch bereits der Unterschied zwischen Debitoren und Kreditoren begründet. Kreditoren sind Unternehmen oder Menschen, denen ich Geld schulde. Eben oft Lieferanten oder Dienstleister von welchen ich etwas etwas beziehe. Debitoren bilden die andere Seite des Geldflusses.  Debitoren sind Unternehmen oder Menschen, von welchen ich Geld erwarte. Diese sind meist Kunden, welchen ich meine Dienstleistung oder mein Produkt verkauft habe.

Kreditoren Debitoren Unternehmen

 

Kontrolle über die offenen Kreditoren

Obwohl wir als Unternehmer gerne vermehrt an die Debitoren denken, da diese Geld in unser Unternehmen bringen, sind die Kreditoren mindestens genauso wichtig. Die rechtzeitige Bezahlung offener Rechnungen kann unnötigen Aufwand vermeiden. Nicht rechtzeitig bezahlte Rechnungen können zu später gelieferter Ware führen, zur Bezahlung von Mahngebühren oder allenfalls zur kurzfristigen Abschaltung einer Dienstleistung (zum Beispiel Mobiltelefonie). Als Unternehmer ist die beschränkte Zeit und Energie wohl besser investiert, als solchen Dingen nachzugehen. Deshalb gilt; die Übersicht und koordinierte Bezahlung der offenen Rechnungen an unsere Lieferanten ist wichtig.

Ich bin als Unternehmer im Vorteil, wenn ich jederzeit weiss, was ich noch an wen zu bezahlen habe und wann. Dadurch erhalte ich die Möglichkeit die Finanzen des Unternehmens besser steuern zu können und rechtzeitig abschätzen zu können wann es mögliche finanzielle Engpässe geben kann. Eine regelmässig nachgetragene Buchhaltung hilft als Unternehmer enorm eine Kontrolle über die finanziellen Mittel des Unternehmens zu haben. Denn auch wenn Buchhaltung mühsam ist und man diese gerne nur all paar Monate macht, so ist es doch die Buchhaltung, welche schlussendlich eine qualitative Aussage darüber machen kann ob wir nun als Unternehmen erfolgreich tätig waren oder nicht.

Die Buchhaltung als entscheidende Hilfe für greifbare Fakten

Die Buchhaltung kann und sollte weit mehr darstellen als eine Pflichtaufgabe um den Anforderungen des Staates zu genügen. Mit der Buchhaltung werden die Annahmen aus der Strategie oder dem Business Plan messbar. Alle getroffenen Annahmen können mit der Buchhaltung abgeglichen werden. Dadurch wird aufgezeigt, was mehr Aufwand gekostet hat – und auf der Gegenseite natürlich auch was mehr oder weniger Ertrag eingebracht hat – als angenommen.
Der finanzielle Zustand des Unternehmens kann dadurch gut dargestellt werden. Aufgrund der Erkenntnisse aus der Buchhaltung können neue Planungen angegangen und bessere Entscheidungen getroffen werden.

Kurzum; die Buchhaltung ist ein essentielles Mittel um zu verstehen, wie das eigene Unternehmen aktuell aufgestellt ist. Das Kennen der Grundlagen der Buchhaltung ist für jeden Unternehmer sehr empfehlenswert.

Ob und wie Sie mit Ihrem Unternehmen buchhaltungspflichtig sind können Sie in diesem Blogbeitrag erfahren:
Buchhaltung für Kleinunternehmen – was sind die Anforderungen?

 

Gra

2 Kommentare
  1. Eric
    Eric sagte:

    Dei beiden Begriffe sind im Englischen glasklar: accounts payable and accounts receivable. Man muss entweder ewas bezahlen oder man erhält etwas. „Debitoren“ hingegen klingt nach Debit = Schuld aber genau das gengenteil ist ja der Fall, zumindest aus Sicht des Unternehmens. Ich frage mich, welcher Idiot wohl diese Begriffe im deutschen Sprachraum eingeführt hat..

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    • Andy Koller
      Andy Koller sagte:

      Guten Tag Eric
      Da ist natürlich was dran. In der englischen Sprache ist der Sachverhalt klarer in der Namensgebung definiert. In der deutschen Sprache ist die Ansicht auf die Geldströme entscheidend. Es wird von aussen auf das Unternehmen geschaut. Dabei ist der Kunde der Debitor, welcher dem Unternehmen Geld schuldet.

      Antworten

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