Cashflow als wirksames Instrument für Unternehmen

Cash Flow in der Buchhaltung

Quelle: tallysolutions.com

Ein Unternehmen hat drei wichtige Finanz-Instrumente zur Verfügung. Die Bilanz, die Erfolgsrechnung und den Cashflow (auch Kapitalflussrechnung genannt). Diese Instrumente bilden die Grundlage zur finanziellen Steuerung eines Unternehmens. 

In der Bilanz werden Aktiven (Vermögen) und die Passiven (Schulden und Reinvermögen) gegenübergestellt. Die Bilanz liefert eine Momentaufnahme zu einem bestimmten Stichtag.

Mit der Erfolgsrechnung werden Abläufe und Prozesse in einem Geschäftsjahr sichtbar. Sie zeigt als zeitraumbezogene Aufstellung Aufwendungen und Erträge einer Geschäftsperiode und ermittelt den Gewinn bzw. Verlust der Geschäftstätigkeit.

Bedeutung des Cashflows 

Der Cashflow bildet die Geldflüsse in einem Unternehmen. Nimmt der Geldbestand zu oder ab? Weil leere Bankkonten auch bei an sich profitablen Unternehmen zu oft das Ende einer Unternehmung bedeuten, ist der Cashflow eine entscheidende Messgrösse, welche unbedingt geachtet werden muss. Für das tägliche Fortbestehen des Unternehmens ist sehr wichtig, dass die Einzahlungen die Ausgaben übersteigen. 

Der Kapitalfluss ist ein wichtiger Indikator für die Beurteilung der Ertragslage eines Unternehmens: die Kapitalfluss-Rechnung lässt sich weniger manipulieren als die Bilanz und die Erfolgsrechnung. Bei der Berechnung werden lediglich zahlungswirksame Positionen berücksichtigt. Subjektivere Grössen wie Abschreibungen, Wertberichtigungen und Rückstellungen, welche den Bestand an flüssigen Mitteln nicht verändern, fliessen gar nicht erst in die Berechnung des Cashflows mit ein.

Für die Beurteilung des Kapitalaufbaus und der Verschuldungsstruktur hat die Kapitalflussrechnung eine wichtige Bedeutung. Mit dem Kapitalfluss kann eine Aussage zur Liquidität für Investitionen, zur Schuldentilgung oder Gewinnausschüttung gemacht werden.

Cashflow berechnen und optimieren

Der Cashflow lässt sich auf zwei Arten ermitteln:

  • Bei der direkten Methode werden die Einnahmen und Ausgaben aus Betriebstätigkeit einander gegenübergestellt. Dadurch werden die Zahlungsvorgänge sichtbar, was vor allem bei der Liquiditätsplanung hilfreich ist.
  • Bei der indirekten Methode handelt es sich um eine Überleitungsrechnung vom Gewinn gemäss Erfolgsrechnung zum Kapitalfluss gemäss Kapitalflussrechnung durch Auflistung aller Differenzen. Im Geschäftsbericht weisen fast alle Unternehmen den Kaptialfluss auf indirekte Weise aus, weil die Berechnung einfacher ist.

Die direkten Ermittlungsmethode

Operativer Cashflow

+ Zahlungen von Kunden
– Zahlungen an Lieferanten
– Zahlungen ans Personal
– Zahlungen für Zinsen
– Zahlungen für Steuern
– Zahlungen für übrige Aufwendungen

Cashflow aus Investitionstätigkeit

– Investitionen (Käufe von Anlagevermögen)
+ Deinvestitionen (Verkäufe von Anlagevermögen)

Cashflow aus Finanztätigkeit

– Gewinnausschüttung
= Abnahme flüssige Mittel
+ Anfangsbestand flüssige Mitel
= Schlussbestand flüssige Mittel

Die indirekten Ermittlungsmethode

Gewinn
+ Abschreibungen
– Zunahme Debitoren
– Zunahme Vorräte
+ Zunahme Kreditoren
+ Zunahme Passive Rechnungsabgrenzung
= Cashflow (CF)


Mehr zum Thema Kapitalflussrechnung finden Sie in unserem Blogbeitrag „Cashflow-Optimierung für Schweizer KMU“. Jetzt lesen!

Gra

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